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NEWSLETTER TEST 1
WOCHE
| Name | Kurs (16.05.) | Veränderung (%) |
|---|---|---|
| FTSE All-World | 123.62 | 4.07 |
| S&P 500 | 594.2 | 5.29 |
| NASDAQ 100 | 521.51 | 6.87 |
| Nvidia | 135.4 | 16.07 |
| Gold | 3182.0 | -4.6 |
| Bitcoin | 103489.29 | 0.5 |
| Ethereum | 2536.3 | 8.13 |
📌 Daten basieren auf den Schlusskursen vom 09.–16. Mai 2025 (Freitag zu Freitag), abgerufen über Yahoo Finance.
Boom zum Wochenstart: Die Kapitalmärkte starten mit Schub in die neue Woche. Der S&P 500 legt am Wochenende rund 3% zu, der Nasdaq sogar satte 4,3%. Rückenwind kam am Sonntagabend aus Genf - dort erzielten die USA und China eine Einigung im Handelsstreit (mehr dazu gleich). Die Rallye setzte sich fort und bis Freitag stieg der S&P 500 auf ein Wochenplus von 5,3%, der Nasdaq legte sogar 6,8% zu.
Bitcoin hingegen zeigte sich stabil - nach den starken Zugewinnen der letzten Wochen eine gesunde Konsolidierung von +0,5%.
MÄRKTE
90 Tage Frieden

Kartenduell der Präsidenten
Wie zwei zerstrittene Geschwister, die sich nach einem epischen Streit vorsichtig wieder in den Arm nehmen, nähern sich die USA und China einander an. Nach Gesprächen am Wochenende in der Schweiz verkündete US-Finanzminister Scott Bessent: Beide Länder einigen sich auf eine 90-tägige Zollpause.
Die USA senken ihre pauschalen Zölle auf chinesische Produkte von utopischen 145% auf 30%.
China zieht nach und reduziert seine Importabgaben auf US-Waren von 125% auf 10%.
Zusätzlich will China einige neue nicht-tarifäre Handelshemmnisse aussetzen – und plant laut Reuters auch, die Exportbeschränkungen für seltene Erden zu lockern.
Was kommt als nächstes? Laut Finanzminister Bessent ist ein kompletter wirtschaftlicher Bruch mit China nicht das Ziel. Stattdessen will man die Zeit nutzen, um an einem dauerhaften Handelsabkommen zu arbeiten. Trump kündigte ein Telefonat mit Xi Jinping an und versicherte: Die 145%-Zölle sind vom Tisch – es sei denn, es kommt kein Deal zustande. Dann drohen - ganz à la Trump haltet euch fest, „deutlich höhere“ Zölle.
Neustart realistisch? Trotz der Entspannung bleiben 30% Grundzoll bestehen – zusätzlich zu branchenspezifischen Abgaben auf Autos, Stahl und Aluminium. Laut Macquarie-Ökonom Larry Hu könnten Chinas Exporte in die USA dadurch um bis zu 36% zurückgehen.
MAKRO
Unsicherheit

Jerome Powels Dilemma
Dienstag kamen die Zahlen: Inflationsrate in den USA ist im April um 2,3 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen – das ist weniger als erwartet (Prognose: 2,4 %) und der niedrigste Wert seit Februar 2021, laut Regierungsdaten.
Auf Monatsbasis legte der Verbraucherpreisindex (VPI, im englischen CPI) nur um 0,2 % zu (Erwartung: 0,3 %). Der CPI misst die Preisveränderung eines typischen Warenkorbs aus Gütern und Dienstleistungen, die Verbraucher regelmäßig kaufen. Kaum waren die Zahlen draußen, meldete sich Donald Trump auf gewohnt direktem Weg zu Wort – und forderte erneut, dass Jerome Powell endlich die Zinsen senken solle.
Seine Botschaft: Die Inflation sei unter Kontrolle – jetzt sei die Fed am Zug.
Für die US-Notenbank (Fed) zählt allerdings ein anderer Inflationsindikator: der PCE-Index (Personal Consumption Expenditures). Er wird am Freitag, den 30. Mai veröffentlicht – und dürfte für die weitere Zinspolitik entscheidend sein.
Der PCE deckt ein breiteres Ausgabenspektrum ab, berücksichtigt dynamisch das Konsumverhalten und gilt als stabiler. Die Fed achtet dabei besonders auf den Kern-PCE, also ohne Energie und Lebensmittel – weil dieser den strukturellen Inflationstrend besser widerspiegelt.
Kurz gesagt: Der CPI bewegt die Märkte – aber der PCE bewegt die Fed.
STIMMUNG
Euphorie ist groß, aber Vorsicht

Fear & Greed Index
Der Fear & Greed Index setzt sich aus sieben Marktindikatoren zusammen – darunter Volatilität, Momentum, Optionsverhalten und Nachfrage nach sicheren Häfen (z.B. Gold). Jeder Faktor wird gleich gewichtet. Das Ergebnis: ein Wert von 0 (extreme Angst) bis 100 (extreme Gier).
Der Fear & Greed Index steht aktuell bei 71 – und signalisiert damit klar: Gier.
Zur Erinnerung, vor ca. einem Monat lag der Index noch bei 14 – “extreme Angst”.
„Gierig sein, wenn andere Angst haben“ – wer rund um den 4. April, dem Liberation Day, nach diesem Prinzip gehandelt hat, dürfte heute zufrieden ins Depot schauen. Seit dem Markttief haben sich viele Schwergewichte beeindruckend erholt:
- Tesla:+64%
- Nvidia:+56%
- Amazon:+27%
- Apple:+25%
Vorsicht: Die Stimmung ist heiß: Viele Aktien notieren nahe ihrer Allzeithochs, die Volatilität sinkt seit knapp 6 Wochen – und FOMO greift um sich. Solch ruhige Phasen kippen oft in kleinere Rücksetzer, gerade wenn viele Titel überkauft sind. Weiterhin ist die Zollthematik noch nicht vom Tisch und unerwartete Nachrichten können besonders heftig wirken.
Fazit: Langfristig bullisch, weil Marktbreite und Momentum stimmen (siehe TECHNISCH). Kurzfristig vorsichtig, weil Stimmung und Bewertung heiß laufen.
TECHNISCH
Die Marktbreite sendet gerade ein seltenes Doppel-Bullensignal.

Zweig- und DeGraaf Breadth Thrust
Aktuell befinden sich 58 % der S&P-500-Aktien auf einem 20-Tage-Hoch. Das reicht für ein Auslösen des sogenannten DeGraaf Breadth Thrust – der anschlägt, wenn mehr als 55 % der Indexmitglieder über ihrem 20-Tage-Hoch schließen. Ein starkes Zeichen für frisches Momentum im gesamten Markt.
Was es besonders macht: Der klassische Zweig Breadth Thrust – basierend auf einem Sprung im 10-Tage-Durchschnitt steigender Aktien – wurde bereits vor drei Wochen aktiviert.
Diese beiden Signale gemeinsam in einem Monat? Extrem selten.
Seit ihrer Historie ist das bislang nur achtmal passiert. Und die Statistik spricht für sich:
Nach 1 Woche: Ø +0,40 % (71 % Trefferquote)
Nach 2 Wochen: Ø +2,01 % (100 % Trefferquote)
Nach 1 Monat: Ø +2,37 % (86 % Trefferquote)
Nach 2 Monaten: Ø +6,69 % (100 % Trefferquote)
Nach 6 Monaten: Ø +16,5 % (100 % Trefferquote)
Nach 12 Monaten: Ø +26,12 % (100 % Trefferquote)
Zusammenfassung: Wenn Zweig und DeGraaf gleichzeitig feuern, war das in der Vergangenheit oft der Startschuss für eine längerfristige Aufwärtsbewegung – mit bemerkenswert hoher Trefferquote.
PROFIT
NVIDIA - Das Beste kommt zum Schluss

NVIDIA
NVIDIA veröffentlicht am 28.05.2025 seine Quartalszahlen (Q1 2025). Das Unternehmen ist längst mehr als nur ein KI-Hype. Wer sich die Vision, die Nachfrage und die Zahlen anschaut, merkt schnell: Hier wird Zukunft gebaut.
NVIDIA verfolgt eine klar definierte Roadmap, die Schritt für Schritt zeigt, wohin die Reise geht:
Alles beginnt mit Perception AI – darunter fallen Anwendungen wie Spracherkennung, medizinische Bildanalyse und autonome Fahrtechnologien, die auf die Wahrnehmung der Umgebung fokussiert sind.
Darauf folgt die Phase der Generativen AI: Hier geht es um das Erzeugen von Inhalten – Texte, Bilder, Videos, Musik – also alles, was kreative Prozesse digitalisiert.
Im nächsten Schritt kommt Agentic AI ins Spiel: KI-Systeme, die nicht nur reagieren, sondern selbstständig handeln – z. B. als Coding-Assistenten, im Kundenservice oder im Gesundheitswesen.
Langfristig zielt NVIDIA auf Physics AI – Künstliche Intelligenz, die in der physischen Welt agiert: etwa in autonomen Fahrzeugen oder generalisierten Robotik-Systemen.
Das Spannende daran? All diese verschiedenen Systeme benötigen eine massive Rechenleistung – und damit NVIDIA-GPUs. Je mehr KI in der Welt ankommt, desto stärker steigt die Nachfrage nach deren Chips.
Nachfrage:
Die großen US-Techkonzerne – Meta, Alphabet, Microsoft und Amazon – planen für 2025 zusammen rund 318 Milliarden Dollar CapEx, das sind fast 38 % mehr als im Vorjahr. Ein erheblicher Teil davon fließt direkt in Rechenzentren – und damit in NVIDIA.
Musk’s xAI will bis 2026 eine Million GPUs kaufen.
China deckt sich ein – allein ByteDance, Alibaba und Tencent haben in Q1 angeblich Chips im Wert von 16 Milliarden USD bestellt.
Die UAE ziehen mit – über 1,4 Milliarden USD sollen in den nächsten zehn Jahren in KI, Infrastruktur und Halbleiter fließen.
TSMC, NVIDIAs wichtigster Chipfertiger, meldete bereits starke Zahlen für Q1: Umsatz +6,71 % über Erwartung, Gewinn +16,48 %.
Fundamental? Auch hier liefert NVIDIA.
Nettomarge: 56,17 % – unangefochten Nummer 1 unter den Big Techs.
Free Cash Flow-Marge: 39,54 % – ebenfalls top.
Und: 17 von 17 Quartalen Umsatz und Gewinn über den Erwartungen. Makellos. Zum Vergleich: Meta, Google – 14 von 17, Microsoft & Apple 15, Amazon 12, Tesla 8.
Fazit: NVIDIA ist nicht nur ein guter Titel. Es ist ein strategischer Eckpfeiler für die kommenden Jahre.
Wir halten es für absolut realistisch, dass sich der Marktwert noch dieses Jahr verdoppeln kann – auf 200 bis 250 US-Dollar.
Der Kurs steht bei ca. 135,40 US-Dollar – genau wie vor einem Jahr im Juni 2024.
Die Aktie hat Pause gemacht. Das Unternehmen nicht.
NEWS DROP
Profit Häppchen
ChatGPT hat mehr monatliche Nutzer als Wikipedia
Katar plant 500 Mrd. USD Investitionen in die USA
Coinbase ($COIN) kommt in den S&P 500
Bitcoin knackt 105.000 USD
Dein Geld, deine Verantwortung.